Schöne Schlösser und Burgen in Hessen
Willkommen bei schloesserhessen.de! Das deutsche Bundesland Hessen beherbergt mehrere Hundert historische Burgen und Schlösser. Die meisten davon zeigen sich heute als Ruinen – die teilweise mehr als 1000-jährige Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen. Etwa 40 Objekte befinden sich in der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten des Landes Hessen – darunter ehemalige Residenzen wie das Schloss Homburg in Bad Homburg oder der Schlosspark Biebrich in Wiesbaden, nicht jedoch zum Beispiel Schloss Wilhelmshöhe in Kassel, das als Museum unter anderer Verwaltung steht.
Übersichtskarte aller Schlösser
Das heutige Bundesland Hessen ist eine Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf seinem Gebiet befanden sich noch bis 1945 das ehemalige Großherzogtum Hessen (ab 1918 als Volksstaat Hessen), sowie die zu Preußen gehörende Provinz Hessen-Nassau. Vor dem „deutschen“ Krieg 1866 hatte es noch weitere Fürstentümer gegeben. Die Vielzahl von Landesherrschaften in den vergangenen Jahrhunderten führt entsprechend zu einer Vielzahl repräsentativer Bauten.
Die meisten heutigen Schlösser gingen aus mittelalterlichen Burgen hervor, seltener auch aus Klostern. Mit dem Beginn der Neuzeit stieg der Wunsch des Adels nach repräsentativen Wohnbauten, die Schutzfunktion der ursprünglichen Burgen trat langsam in den Hintergrund. Dennoch hatten die Begriffe „Burg“ und „Schloss“ lange Zeit eine ähnliche Bedeutung, die Übergänge können nach wie vor fließend sein, auch wenn man unter dem Begriff Burg heute eher eine mittelalterliche Wehranlage versteht, während ein Schloss meist einen neuzeitlichen (Wohn-)bau ohne Befestigungsanlagen darstellt. Diese Form des Bauens war im Mittelalter noch weitgehend undenkbar. Zu sehr stand für den Adel der Wunsch nach Sicherheit im Mittelpunkt.
Als dieser Gesichtspunkt in den Hintergrund trat, wurden erste Burganlagen in Europa unter romanischen oder gotischen Gesichtspunkten ausgebaut und verschönert. Das Renaissance-Zeitalter begann im Schlossbau in Italien im 16. Jahrhundert, wo erste Stadtpalais entstanden. Bald befreite man sich auch im übrigen Europa von der Enge und den Einschränkungen der alten Burganlagen und errichtete erste neue, freistehende Schlösser. Ab dem 17. Jahrhundert geschah dies zusehends im barocken Stil als Ausdruck des Absolutismus. Die Herrscher zeigten mit der üppigen Architektur ihren Herrschaftsanspruch. Im folgenden 18. Jahrhundert wurde dies bald als zu protzig und übertrieben empfunden, man kehrte erneute zum Baustil der Antike zurück, der Klassizismus hielt Einzug. Das 19. Jahrhundert brachte dagegen wenige neue Schlossbauten, die Macht des Adels ging langsam zurück. Neu entstandene Bauten werden heute meist dem Historismus zugeschrieben. Dabei wurden die Baustile der vergangenen Jahrhunderte neuinterpretiert, Barock- und Renaissance-Elemente benutzt. Dies wurde schon damals als eher historisch empfunden.
In den hessischen Burgen und Schlössern finden heute eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen statt. Ausstellungen, Galerien oder Weihnachtsmärkte sind nur einige Beispiele. Viele weitere Information über Schlösser in Hessen erhalten Sie auf den folgenden Seiten.